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Informationen zur Virusgrippe für Eltern


 
Krankheitsbild der Virusgrippe

Das klinische Bild von Influenzavirus-Erkrankungen kann von Fällen fast ohne Krankheitsanzeichen bis zu schwersten Krankheitsverläufen mit tödlichem Ausgang variieren.

In der Regel ist die Erkrankung durch folgende Symptome gekennzeichnet: plötzlich auftretendes hohes Fieber über 38,5 °C, Schüttelfrost, Muskelschmerzen, Schweißausbrüche, allgemeine Schwäche, Kopfschmerzen, Halsschmerzen und trockenen Reizhusten.

Übertragungsmöglichkeiten

Die Übertragung der Influenzaviren erfolgt durch Kontakt der Schleimhaut mit virushaltigen Tröpfchen, die aus den Atemwegen stammen und bei Husten und Niesen freigesetzt werden, kann aber auch durch Schmierinfektion über Flächen übertragen werden. Die Ansteckungsfähigkeit ist hoch. Sie beginnt bereits kurz (<24 Stunden) vor Auftreten der klinischen Symptome und besteht danach gewöhnlich für 3-5 Tage, bei kleinen Kindern bis zu 7 Tagen.

Inkubationszeit (Zeit von der Ansteckung bis zu den ersten Anzeichen) : 1-3 Tage
Mögliche Komplikationen

Komplikationen können in jedem Lebensalter auftreten, betreffen jedoch vorrangig ältere Personen mit Grundkrankheiten (chronische Herz-Lungen-Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, Abwehr-schwäche usw.).

Wenn sich zur Influenza noch eine bakterielle Infektion hinzugesellt, kann neben einer Lungenentzündung bei Kindern häufig eine Mittelohrentzündung auftreten.

Schutzimpfung

Zu den wirksamsten präventiven Maßnahmen gehört die Schutzimpfung gegen Influenza, die jährlich, vorzugsweise von Oktober bis November, mit dem für die aktuelle Saison angepassten Impfstoff durchgeführt werden sollte. Im Falle einer drohenden Epidemie ist eine Impfung auch später möglich und sinnvoll. Gesunde Menschen sind dadurch - bei guter Übereinstimmung der Impfstämme mit den aktuell zirkulierenden Stämmen - zu etwa 90% geschützt, bei Älteren ist die Schutzrate geringer.

Wenn auch eine Erkrankung mit neuen Virustypen damit nach aktuellen Kenntnissen nicht verhindert werden kann, so trägt die Impfung dazu bei, die Durchmischung der Viruspopulationen und damit die Entstehung neuer aggressiverer Varianten zu verhindern und die Komplikationen, die Hospitalisierung und die Letalität der Influenza wesentlich zu reduzieren.

Kinder und Jugendliche ohne Vorerkrankungen gehören nach den derzeitigen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) nicht zur Zielgruppe für eine Impfung, werden aber wahrscheinlich in die Zielgruppe aufgenommen werden, wenn eine intensive Epidemie zu erwarten ist und der Impfstoff die neue Virusvariante enthält.

Möglichkeit der Behandlung und Therapie

Für die frühzeitige Behandlung, wie auch die Prophylaxe einer Influenza stehen mehrere Medikamente zur Verfügung, welche aber erst für bestimmte Altersgruppen zugelassen sind. Therapeutische Maßnahmen dürfen nur in Abklärung und Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt erfolgen.

Hinweise für Maßnahmen bei der häusliche Pflege

Bei der Pflege zu Hause ist zu beachten, dass Ungeimpfte und individuell besonders gefährdete Personen (z.B. Säuglinge, Abwehrgeschwächte, chronisch Kranke) von erkrankten Personen ferngehalten werden sollen. Die wichtigsten individualhygienischen Maßnahmen für pflegende Personen sind das Tragen eines dicht anliegenden Mund-Nasenschutzes sowie die Händehygiene (zumindest gründliches Händewaschen mit Seife, sicherer ist die Händedesinfektion mit einem viruswirksamen Desinfektionsmittel der Deklaration begrenzt viruzid).

Wichtig:

Wir bitten Sie, im Falle der Erkrankung Ihr Kind bis zum Abklingen der Krankheitssymptome zu Hause zu lassen, um eine Weiterverbreitung der Erkrankung zu minimieren.

 

 

Quelle: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 2009 

[ www.lgl.bayern.de/gesundheit/influenzapandemie.htm ]

 

 

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