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Düsseldorf - Schimpfen bringt bei schlechten Schulnoten nichts. Denn wenn die Kinder Angst haben oder verunsichert sind, lernen sie nichts, und dann beginne ein Teufelskreis, erklärt die Grundschullehrerin Gabriele Cwig. Die Eltern sollten besser sachlich mit ihrem Kind über die Noten sowie über Stärken und Schwächen sprechen, rät Cwig in der Zeitschrift „Schulzeit" des Schulministeriums Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Jedes Kind habe in bestimmten Fächern Stärken. Eltern und Kinder sollten gemeinsam überlegen, was dort anders läuft als in den Problemfächern.
Ziel des Gesprächs sollte es sein, Mut zu machen. Im nächsten Schritt gehe es dann darum, neue Ideen für das Lernen zu entwickeln. Eltern sollten sich jedoch hüten, ihrem Kind vorzuschreiben, wie es zu lernen hat, warnt Georg Hoffmeister, Leiter des Schulpädagogischen Institutes der Stadt Mönchengladbach: Kinder müssten lernen, Verantwortung für sich zu übernehmen, sonst könnten sie in der Schule nicht dauerhaft erfolgreich sein.

Dauernachhilfe eher schädlich

Mütter und Väter sollten sich zum Beispiel davor hüten, bei den Hausaufgaben dabei zu sitzen. Auch Dauernachhilfe sei eher schädlich. Stattdessen sollten Eltern mit ihrem Kind Regeln fürs Lernen aufstellen - zum Beispiel, dass bis zu einer bestimmten Uhrzeit die Hausaufgaben erledigt sein müssen, rät Hoffmeister. Regelverletzungen müssten dann Konsequenzen haben. Niemals aber sollten Eltern wegen schlechter Schulleistungen die Liebe zum Kind in Frage stellen. dpa

(entnommen aus den Nordbayerischen Nachrichten)

 

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